Unser Verein "Pöstenhof Lemgo e.V."

Als Thorsten Kleinebekel, Vorstandsvorsitzender der Wohnbau Lemgo eG, das Projekt Pöstenhof Ende 2008 initiierte, mag ihm wohl als Endziel ein Gemeinwesen Pöstenhof vorgeschwebt haben ähnlich dem, wie sich der Pöstenhof heute darstellt. Kleinebekel war dabei aber klar, dass sich so ein Gemeinwesen nicht selbst erschafft. Dazu brauchte er einen Profi und er fand diesen in der Projektentwicklerin Martina Buhl. Deren Dienst: "Projektentwicklung, Beratung und Moderation für das gemeinschaftliche Wohnprojekt Pöstenhof" sollte sogar vom Ministerium für Bauen und Verkehr bezahlt werden. Das Ministerium hatte nämlich ein besonderes Interesse an der modellhaften Erprobung des geplanten Projektes und deshalb mit Martina Buhl einen entsprechenden Werksvertrag abgeschlossen. 

Martina Buhl schaffte es auch tatsächlich innerhalb eines halben Jahres, dass die damals ca. 30 erwachsenen Mietinteressenten das Wagnis eingingen sich zu einem gemeinsamen Ziel auf den Weg zu machen nicht nur dahin, einmal schöner zu wohnen, sondern auch dahin, etwas für die Gesellschaft zu tun und gemeinnützig zu sein. Der erste Schritt zu diesem gemeinsamen Ziel war die Gründung des Vereins "Pöstenhof Lemgo e.V." am 06.06.2009. Mit diesem, unserem Verein, schloss unser Vermieter, die Wohnbau Lemgo eG, ein Jahr später einen Kooperationsvertrag und im März 2012 einen Selbstverwaltungsvertrag.

Mit Martina Buhl im Hintergrund versuchen wir im Pöstenhof ein "Kunstwerk" zu schaffen im Sinne von Erika Riemer-Noltenius. Diese ist eine der Mitbegründerinnen von ähnlichen Wohnprojekten und sagte schon vor mehr als zehn Jahren:

"Eine gelungene Gemeinschaft ist ein soziales Kunstwerk".

Noch ist unser Kunstwerk unvollkommen, wir sind aber dennoch schon stolz darauf und wir finden, dass es wert ist, nachgeahmt zu werden. Je mehr Wohnprojekte es nämlich von unserer Sorte gibt, desto stärker kann dem gesellschaftlichen Trend nach Vereinzelung und Vereinsamung der Menschen entgegengewirkt werden.